Benutzer-Werkzeuge

Webseiten-Werkzeuge


gedankenexperimente:denkmuehle

Dies ist eine alte Version des Dokuments!


Denkmühle

1. Quelltext

Gottfried Wilhelm Leibniz, Monadenlehre, § 17; EA 1714. Deutsch: http://gutenberg.spiegel.de/buch/monadologie-2790/1

»Und erdichteten Falls / daß eine Machine wäre / aus deren Structur gewisse Gedanken / Empfindungen / Perceptionen erwüchsen; so wird man dieselbe denkende Machine sich concipieren können / als wenn sie ins große nach einerlei darinnen beobachteter Proportion gebracht worden sei / dergestalt daß man in dieselbe / wie in eine Mühle / zugehen vermögend wäre. Wenn man nun dieses setzet / so wird man bei ihrer innerlichen Besichtigung nichts als gewisse Stücke / deren eines an das andere stosset / niemals aber etwas antreffen / woraus man eine Perception oder Empfindung erklären könnte. Dahero muß man die Perception in der einfachen Substanz / und keines weges in dem Composito oder in der Machine suchen. Man kann auch in denen einfachen Substanzen nichts als dieses / nämlich die Empfindungen und ihre Veränderungen finden. Auch hierinnen alleine können alle die innerlichen Actiones derer Monaden bestehen.«

2. Szenario

Man stelle sich eine Maschine vor, deren Struktur Denken, Fühlen, Wahrnehmen möglich machte. Wenn man nun diese Maschine vergrößerte und hineinginge, was sähe man? Nur Teile, die sich und andere Teile bewegten.

3. Argumentative Funktion

4. Kommentar

Denken, Fühlen und Wahrnehmen können also nicht mechanistisch erklärt werden, meint Leibniz. Eine Frage ist, ob eine solche Maschine überhaupt möglich wäre.

5. Literatur

Enthalten in: Tittle 2005, 48-49.

6. Schlagworte

  • Leibniz, Gottfried Wilhelm (1646-1716)
  • Philosophie des Geistes
  • Klassisches Gedankenexperiment
gedankenexperimente/denkmuehle.1545920590.txt.gz · Zuletzt geändert: 2018/12/27 15:23 von jge