Wohlwollende Gottheit

1. Szenario

Man stelle sich vor, ein etwas beschränkter Mensch würde aufwachsen im Glauben, die Welt, in der er lebt, sei geschaffen von einer wohlwollenden und allmächtigen Gottheit. Er wäre vielleicht überrascht über den Zustand der Welt, wäre sich aber darüber im Klaren, dass er selbst, beschränkt wie er ist, nicht unbedingt die tiefe Weisheit in der Anlage der Welt erkennen könnte. Aber man stelle sich vor, er wachse ohne eine solche Vorstellung auf und müsste urteilen allein aufgrund seines Augenscheins von der Welt. Käme er dann auf die Idee, sie wäre von einem wohlwollenden, allmächtigen Wesen geschaffen worden?

2. Quelle

Hume, David: Dialogues concerning natural religion, Part XI. 1779.

3. Anmerkung

Hume versucht damit das 'Argument from design' (siehe Paleys Uhrmacher-Gedankenexperiment) zu widerlegen.


Hume, David (1711-1776)
Religionsphilosophie
Ontologie und Metaphysik
Klassisches Gedankenexperiment

Geändert am:
24. September 2006

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